SiB - Sanierung im Bauwesen zur Startseite


SiB Ingenieursgesellschaft mbH
Unternehmen Fachplanung Betoninstandsetzung Kanalsanierung Bauwerksprüfung Schadstoffsanierung Bautechnischer Brandschutz Sicherheit und Gesundheitsschutz Allgemeine Sanierung Presse Pressemitteilungen Kontakt Stellenangebot

Elektrochemisches Verfahren zur Sanierung von Betonbauwerken

Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) als Instandsetzungsmethode / Verfahren aus den USA

Betonbauwerke bestehen in den meisten Fällen aus dem Baustoff Beton sowie der Bewehrung aus Stahl. Der Betonstahl in Form von Betonstahlmatten oder Stabstahl nimmt die Zugkräfte im Beton auf und gewährleistet somit die Festigkeit und Dauerhaftigkeit eines Betonbauwerkes.

Durch äußere Umwelteinflüsse oder zu geringer Betonüberdeckung kann der im Beton liegende Stahl korrodieren – umgangssprachlich: der Stahl rostet. Durch seine enorme Volumenvergrößerung sprengt der korrodierte Stahl den außenliegenden Beton ab – es kommt zu Betonabplatzungen. Die Korrosion des Betonstahls wird durch eine Chloridbeanspruchung, z.B. durch Tausalz im Winter, noch beschleunigt.

Wird ein Stahlbetonbauwerk ohne besonderen Schutz Chloriden ausgesetzt, kann es in nur wenigen Jahren zu gravierenden Lochfraß- und Flächenkorrosionen an der Bewehrung kommen. Mit herkömmlichen Methoden des Korrosionsschutzes ist dieses Problem nur schwer zu lösen. Bei der Instandsetzung chloridinduzierter Korrosion ist häufig ein großer Betonabtrag erforderlich. Dies ist zum einen ein erheblicher Eingriff in die Gesamtkonstruktion und zum anderen mit erheblichen Kosten verbunden. Hinzu kommt, dass konventionelle Instandsetzungsmaßnahmen nicht immer zu einem dauerhaften Erfolg führen, da Chloride oft im Beton verbleiben und dadurch nach einigen Jahren erneut Schäden auftreten können.

In der Praxis denkt man schon seit Jahren über alternative Instandsetzungsverfahren nach. Dabei wird immer mehr der Kathodische Korrosionsschutz (KKS) favorisiert. Der KKS besitzt in vielen Bereichen der Technik eine langjährige Praxis. Der Gedanke, dieses Verfahren auch bei der Sanierung korrodierter oder korrosionsgefährdeter Betonstähle einzusetzen, wurde Mitte der 70er Jahre in den USA entwickelt. Hintergrund für diese Überlegungen bildeten die immensen, durch Tausalze entstandenen Korrosionsschäden an den Stahlbetonfahrbahnen der Brücken des Interstate Highway Systems. Hier waren alle herkömmlichen Sanierungsansätze gescheitert.

Beim Kathodischen Korrosionsschutz wird eine Anode eingebaut, die aus einem sich nicht auflösenden (inerten) Metall besteht. Diese Anode wird mit dem Pluspol einer Gleichstromquelle verbunden und der zu schützende Bewehrungsstahl mit dem Minuspol. Der hierdurch herbeigeführte Stromfluss bewirkt eine Potentialverschiebung und schwächt, beziehungsweise verhindert somit eine Korrosion der Bewehrung. Der KKS kann vorbeugend wie auch als Instandsetzungsmaßnahme eingesetzt werden. Er bietet immer dann eine gute Alternative zu den herkömmlichen Verfahren, wenn Chloride bei Bauwerken bis in große Tiefen eingedrungen sind und die Bewehrung erreicht haben. Eine Informationsschrift zur KKS-Methode kann bei der SiB Ingenieurgesellschaft mbH unter Tel. 06002/91930 abgefragt werden.

Seit 1980 wird der Kathodische Korrosionsschutz erfolgreich in den USA, aber auch in Skandinavien, den Niederlanden, Großbritannien und Italien angewandt. In Deutschland gab es bislang einige Versuchsprojekte. Der KKS ist in der DIN EN 12696 geregelt.

Bild in druckfähiger Qualität Bild 1: Punktuelle Betonsanierung mittels der KKS-Methode, die Anode (Pluspol) aus inerten Metall ist am gelben Kabel angeschlossen, der Minuspol wird an den Bewehrungsstahl gelegt
Bild in druckfähiger Qualität Bild 2: Flächige Betonsanierung in einem Parkhaus nach der KKS-Methode, die Anode (Pluspol) wird hier aus einem inerten Gitternetz gebildet, der Minuspol wird an den Bewehrungsstahl gelegt

Weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Manfred Krieger
Tel. 06002 / 9193 - 0
Fax 06002 / 9193 - 19
zentrale@sib-gmbh.de

SiB Ingenieurgesellschaft mbH
Dieselstraße 30a
D - 61239 Ober-Mörlen